Die Geschichte des Dorfes

Das Dorf Uihei (auch bekannt seit 1941 als Neusiedl, Neusiedel, oder in seinem ganzen Namen Neusiedel auf der Heide) wurde 1844 gegründet als eine ergänzende Ansiedlung und wurde kolonisiert von Menschen der umliegenden Dörfer heute benannt Grabati, Gotlob, Bulgãrus, Biled, Jimbolia, Lenauheim, Iecea Mare, Iecea Micã, Becicherecul-Mic and Şandra (rumänische Bezeichnung). Die deutschen Namen der Dörfer sind: Grabatz, Gottlob, Bogarosch, Billed, Hatzfeld, Lenauheim, Grossjetscha, Kleinjetscha, Kleinbetschkerek und Alexanderhausen. Zur Gründungszeit, waren die Dörfer unter ihren ungarischen Namen bekannt Grabacz oder Garabos, Kisösz, Bogáros, Billed, Zsombolya, Csátád, Nagyjecsa, Kisjecsa, Kisbecskerek und Şandorhaza, und Uihei selbst als Ujhely. Es ist vor Ort ebenso bekannt als Uihel oder Uiheiu. Übereinstimmend mit einigen anderen Quellen, wurde die Ansiedlung 'Colonisti' genannt.

Ein Ansiedlungshaus von Uihel, jetzt leider zusammen gefallen, worauf das Jahrgang MDCCCXLV (1845) geschrieben ist. Dieses Haus war von die Urgrossmutter von SCHIMMEL Hans (HOLZ Margarethe geb. SEHI) bewohnt und ist das einzige Haus mit solche römischen Zahlen auf der Giebel. Zeichnung von Joseph Ed. Kramer. Bericht aus 'Banater Giebelhäuser und ihre Ornamentik' von Walter Konschitzky in das Banater Post, 4. April 2001. 

Das Dorf war original gegründet mit 96 Hausgrundstücken, davon 80 mit dazu gehörenden Feldern, und die anderen 16 ohne. Der Haupternteertrag der Felder galt dem Tabakanbau.Alex Leeb aus dembenachbarten Knees schreibt: "Die Tabakanpflanzung war ein langes und mühsames Verfahren. Nicht jeder Bauer (Landwirt) im Dorf baute Tabak an, und pflanzte nur zwischen einem und zwei Joch an. Es war eine gute Einnahmequelle. Beachte das Foto unterhalb zum Tabak aufziehen, die Menschen auf dem Foto reihen den Tabak auf einen starke Faden. Bitte nimm die auf dem Foto, im Hintergrund  zwischen zwei Wänden hängende Tabakreihung zur Trocknung, zur Kenntnis. "Tabakbüscheln" – Tabak bündeln – ist der letzte Arbeitsgang des Tabak Anbaus. Nach dem Auffädeln des Tabaks, wird er getrocknet, durch so oft wie möglich in der Sonne hängen. Er darf nicht draußen sein im Regen, dann würde er verderben. Die meiste Zeit des Herbstes, versammeln sich Verwandte, oder Nachbarn am Abend, um diesen mit "Tabakbüscheln."- Tabak bündeln zu verbringen. Du nimmst ein Tabakblatt, glättest es auf dem Tisch von Hand. Zwischen 10 -12 Blätter werden aufgeschichtet Spitze auf Spitz, sicherstellend, dass sie glatt sind. Zum Schluss wird das Bündel mit einem Faden oder ähnlichem Material zusammengebunden. Die Bündel werden aufgestapelt zu einem großen Bündel, dann an die Tabakfabrik abgeliefert. Alles das wurde gemacht ohne Handschuhe zu tragen. Das Foto unterhalb ist nur eine Veranschaulichung dazu. Auf dem Foto, die Frau rechst zeigt wie der Tabak aufgefädelt wird. Familien helfen einander und arbeiten zusammen. Das Tabakbündeln war im Dezember beendet, dann wurde abgeliefert bei der Tabakfabrik in Temeswar, oder an einen andern Ort. Gerade als ich 11 -12 Jahre alt war, hatte ich auch zu helfen. Die Donauschwäbischen Frauen rauchten nicht, aber einige Zigeunerinnen schon. Einige Großmütter von Zigeunerinnen rauchten sogar Pfeife."

Unterhalb ist ein Bild, dem Bogarosch Heimatbuch entnommen, von Männer und Frauen beim Aufreihen der Tabakblätter:

 

Geographische Lage des Ortes: 45˚N Breite, 20˚O Länge and 95m / 311ft Höhe.

Diealte Postleitzahllautete 1974, aber sie wurde im Jahr 2004 geändert und lautet jetzt 30-70-61.

Die nächsten Bahnstationen sind in Alexanderhausen (Şandra) und Bogarosch (Bulgãrus) welche je ca. 3 km entfernt liegen (ungefähr 1½ Miles).

Die Bevölkerungszahl in Uihei von 1910 war 672, davon waren 97.9% Deutsche; in 1930 waren da 600 Einwohner (97.3% German) und in 1977 waren es noch 581 Bewohner. Heute (2005) ist da nur noch eine Volksdeutsche Frau in Uihei übrig geblieben, die 1926 geboren wurde und die im Dorf aufgewachsen ist.

Die Grundsteinlegung für die Kirche (Die Heilige Dreifaltigkeit) erfolgte im Oktober 1929 und die Kirche wurde 1930 gebaut. Ein Bericht über die Kirchweihe am 31. Mai 1931 ist zu lesen unter dem Link Einweihungstag.

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"Die Uiheler Landsleuten waren primitive Menschen. Sie haben sich mit der Landwirtschaft beschäftigt. Sie waren fleißige Feldarbeiter gewesen. Um die Schulbildung haben sie sich nicht gekümmert. Sie gingen 6 Jahre lang in die Volksschule. In meiner Zeit mußte man schon 7 Jahre lang zur Schule gehen. Nachher wurde man schon auf dem Felde zum arbeiten jeder bei seiner Familie angestellt. Die alten Frauen sagten: als Bauer oder Bäuerin braucht man nur rechnen zu können das "Einmaleins" was man benötigt für Eier zu verkaufen. Wichtig war bei den Bauern: die Feldarbeit, die kleineren Bauern welche wenig Feld gehabt hatten, konnten sich noch Feld pachten oder von älteren Menschen welche ihr Feld nicht mehr verarbeiten konnten hatten sie das Feld um die Hälfte des Ertrages verarbeitet. Nach 1930 waren ein paar Familien welche ihre Kinder nach Temeschburg zur Schule geschickt haben und die Mädchen in die Klosterschule geschickt haben. In Uihel war nur ein Lehrer welche alle 7 Klassen unterrichtet hat in einem Zimmer. Nachdem zweiten Weltkrieg kamen die rumänischen Kolonisten nach Uihel welche auch Kinder hatten. Dann wurde ein Lehrer für die I - VI Klasse eingesetzt und ein Lehrer für die V - VII Klasse eingesetzt. Die deutsche Kinder gingen nach der vierten Klasse in die Nachbarsdörfer Bogarosch, Alexanderhausen (Schandras) in die V-te Klasse oder nach Temeschburg zum Gymnasium. Als das Feld enteignet war sagten die Eltern: die Kinder sollen einen Beruf erlernen und weiter in die Mittel und Hochschule gehen. Denn das Feld hat man uns weggenommen aber was man im Kopf hat kann man nicht enteignen. Es ist traurig aber ich muß es Ihnen schreiben, in Uihel hat keine Person Germanistik studiert. Von den anderen Personen welche Mittelschulen haben fürchten sich für ein Heimatbuch zu schreiben. NN sucht ja von anderen Ortschaften Lehrers welche schon Heimatbücher geschrieben haben, für zu überreden auch für Neusiedel zu schreiben..."

(Auszug aus einem Brief von Johann Schimmel in 2005)

 

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Der Bauern Verein

Am 6. April 1885, trafen sich in Hatzfeld (heute Jimbolia) ungefähr 500 Bauern und gründeten den 'Südungarischen Bauernverein'. Der Ausschuss wurde aus 30 Mitgliedern gebildet und sie trafen sich zwei Wochen später zum ersten Mal. Sie beschlossen eine spezielles Magazin herauszubringen, den ''Südungarischer Bauer' und dieVereinszusammenarbeit zu fördern, die sie in sieben Fachgruppen aufteilten.

1)  Feldanbau

2)  Weinanbau

3)  Tabakanbau

4)  Tierzucht

5)  Fruchtanbau

6)  Imkerei

7)  Seidenraupenzucht

Kurze Zeit später, präsentiert das Komitee die Statuten die sie vorbereitet haben für das Ungarische Agrar-Kultus-Ministerium. Jedoch, die Zustimmung wurde abgelehnt weil sie darin 'eine Gefahr zur staatlichen Entwicklung' in der Organisation sahen. Zu der Zeit, waren da 31örtliche Gesellschafen mit 1.097 Mitgliedern. Uihel hatte 53 Mitglieder; deren Vorstand war Anton EBNER.

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